Zur Initiative

aucoras wurde ins Leben gerufen, um über die außergewöhnliche Situation der Corona-Krise möglichst zeitnah sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und Daten gewinnen zu können. Wir erleb(t)en in Österreich und auch anderen Teilen der Welt, dass im Tages-, wenn nicht Stundenrythmus neue Maßnahmen und Einschränkungen in Kraft traten beschlossen wurden, die im Vergleich zum gewohnten politischen Tagesgeschäft zu extrem radikalen Einschnitten führen, welche noch vor wenigen Wochen für absolut unwahrscheinlich, teilweise sogar für unsinnig gehalten wurden.

Diese Lage stellt für quasi alle Personen und Institutionen eine Situation dar, die es so noch nie gab. Daher sind auch die Auswirkungen auf Alltagsleben, Gesellschaft, aber auch auf individueller Ebene, völlig unklar. Aus sozialwissenschaftlicher Sicht sehen wir uns in einer Lage, für die es kaum auch nur vergleichbare empirische Erkenntnisse gibt (am allerwenigsten mit Gültigkeit für Österreich oder Europa) und in der die typischen Vorgehensweisen zum Erkenntnisgewinn zum Großteil wegfallen: Sowohl die Organisation als auch die Methoden sozialwissenschaftlicher Datenerhebung stützen sich oftmals auf persönlichen Face-to-Face-Kontakt, der im Moment nicht möglich ist.

Zugleich erscheint es aber dringend geboten, die aktuelle Situation so konstruktiv wie möglich zu nutzen und Daten alsbald zu erheben, da sich die Auswirkungen der (Quasi-)Quarantäne gerade mit voranschreiten der Zeit stark verändern können. Aucoras macht es sich zum Anliegen, Grundlagenwissen zum Umgang von betroffenen Personen mit der aktuellen Situation zu gewinnen, so gut und systematisch es unter den aktuellen Bedingungen möglich ist.